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Krankenversicherung, Dienstunfähigkeit, Diensthaftpflicht für Lehrer
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Was kostet die Krankenversicherung für Lehrer?

Krankenversicherung: GKV oder PKV?

Als Lehrer bzw. Beamter können Sie entscheiden, ob Sie einer gesetzlichen oder einer privaten Krankenversicherung beitreten wollen. In der Regel ist gerade für Beamte die Absicherung über eine private Krankenversicherung (PKV) bzw. Restkostenabsicherung in Kombination mit der Beihilfe attraktiv.

Was bedeutet Beihilfe?

Über Ihren Dienstherren haben Sie als Beamter Anspruch auf einen Zuschuss zu Ihren Krankheits- und Behandlungskosten. Der Umfang der sogenannten Beihilfe hängt nicht nur von Ihrem Dienstherren, sondern von Ihrer familiären Situation ab. Ganz gleich, ob Sie verheiratet oder alleinstehend sind, bleibt eine Versorgungslücke offen. Sie sollte durch eine Restkostenkrankenversicherung (PKV) geschlossen werden.

Folgende Beihilfesätze gelten in Baden-Württemberg

Die Leistungen der Beihilfe nach neuem Recht (Verbeamtung ab 01.01.2013)

Beamter Ehegatte Kinder
Leistungen 50 50 80
Restkosten über PKV 50 50 20

Die Leistungen der Beihilfe nach altem Recht (bestehender Beihilfeanspruch am 31.12.2012)

Beamter mit einem Kind Beamter mit mehr als einem Kind Ehegatte Kinder
Leistungen 50 70 70 80
Restkosten über PKV 50 30 30 20

In welchem Fall hat der Ehegatte Anspruch auf Beihilfe?

Auch die Ehegatten verbeamteter Lehrer und Beamtenanwärter haben unter bestimmten Bedingungen einen Anspruch auf die Beihilfe des Staates zu den Krankheitskosten. Dies ist der Fall, wenn das Einkommen des mitzuversichernden Ehegatten die Einkommens-Höchstgrenze von 10.000 € der zwei vorangegangenen Kalenderjahre (BaWü in 2016) nicht überschreitet.

Bis wann und unter welchen Bedingungen haben Kinder Anspruch auf Beihilfe?

18 Jahre und jünger: generell 80 % Beihilfebemessungssatz für das Kind.
18 – 25 Jahre: generell 80 % Beihilfebemessungssatz für das Kind, wenn für dieses Kind noch Kindergeld/Familienzuschlag gezahlt wird (nur unter bestimmten Voraussetzungen!).
25 und älter: Kein Beihilfeanspruch für das Kind
Ausnahme: Verlängerung durch Wehr-/Ersatzdienstzeit (aber nicht die Zeit des freiwilligen Wehrdienstes) oder Behinderung ohne eigene Einkünfte.

Kann ich mich als Beamter auch gesetzlich krankenversichern?

Als Beamter können Sie natürlich gesetzlich versichert bleiben. Da die gesetzlichen Krankenkassen allerdings keine Restkostentarife (also spezielle Beamtentarife) anbieten, müssen Sie die Beiträge zu 100 % selbst tragen – der Dienstherr beteiligt sich nicht an diesen Beiträgen, wie man es vom Angestellten aus der Privatwirtschaft kennt. Die Beiträge bemessen sich am Einkommen und können über 700 € (inklusive Pflegepflichtanteil) im Monat betragen.
Auf Grund der geringeren Beiträge und der tendenziell umfangreicheren Leistungen, ist eine private Absicherung über einen Restkostentarif für den Beamten wesentlich interessanter.

Absicherungsmöglichkeiten für Lehrer im öffentlichen Dienst

Lehrer im öffentlichen Dienst können im Vergleich zu ihren verbeamteten Kollegen erst dann in die private Krankenversicherung wechseln, wenn sie mit ihrem Gehalt die Jahresarbeitsentgeltgrenze überschreiten (Jahresarbeitsentgeltgrenze in 2016: 56.250 €). Sofern Sie diese Grenze nicht überschreiten, bleiben Sie gesetzlich pflichtversichert.
Als Angestellte erhalten Lehrer keine Beihilfe von ihrem Dienstherrn, sondern den üblichen hälftigen Zuschuss des Arbeitgebers zur Krankenversicherung. Der Höchstzuschuss des Arbeitgebers zum privaten Krankenversicherungsbeitrag liegt in 2016 bei 309,34 EUR und zur Pflegepflichtversicherung bei 49,79 EUR monatlich.

Worauf sollten Sie bei der Wahl Ihrer PKV achten?

Um die beste Krankenversicherung für Ihren individuellen Bedarf zu finden, sollten 4 Kriterien bei der Auswahl berücksichtigt werden.

Tarifleistungen

Nur wenn der Tarif tatsächlich gute Leistungen beinhaltet, stellen Sie sicher, dass Sie im Ernstfall eine medizinisch hochwertige Behandlung in Anspruch nehmen dürfen und das wichtige Gut „Gesundheit“ ausreichend schützen. Diese Leistungsunterschiede sind meist auf den ersten Blick nicht erkennbar und stehen im „Kleingedruckten“ der Tarifbedingungen.

Niedrige Beiträge

Selbstverständlich sollen die Leistungen zu einem möglichst geringen Beitrag realisiert werden.

Beitragsstabilität

Die Beitragsstabilität stellt sicher, dass die Beiträge auch in Zukunft noch bezahlbar sind. Nicht alle PKV-Versicherer zeichnen sich auf dem Markt durch eine hohe Beitragsstabilität aus. Einige Gesellschaften haben in der Vergangenheit mehrfach durch horrende Steigerungen auf sich aufmerksam gemacht. Wichtig ist hierbei das Know-How in Bezug auf Bilanzkennzahlen und Tarifpolitik des Krankenversicherers.

Beamten-Spezialisierung

Für den Beamten kommt nicht jeder Krankenversicherer in Frage, da er eine spezielle Restkostenabsicherung benötigt. Zudem gibt es für den Beamten eine Vielzahl von Besonderheiten, die der Versicherer in seinen Tarife berücksichtigen sollte. Hier gibt es enorme Unterschiede, welche dem Laien bei Abschluss eines Vertrages nicht zwangsläufig auffallen.

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Die Absicherung der Arbeitskraft für Beamte

Dienstunfähigkeitsversicherung

Bei der Berufsunfähigkeitsversicherung für Beamte handelt es sich um keine gewöhnliche Versicherungspolice. Für Staatsdiener gibt es im Vergleich zu Arbeitnehmern der Privatwirtschaft und Selbstständigen einige wichtige Unterschiede. Für Beamte ist die Absicherung über eine Dienstunfähigkeitsversicherung wichtig. Diese tritt ein, wenn Beamte auf Lebenszeit auf Grund ihres Gesundheitszustandes nicht mehr arbeiten können – in diesem Fall erhält der Beamte eine Dienstunfähigkeitsbescheinigung. Ob der Beamte ein Ruhegehalt erhält und wie hoch dieses ausfällt regelt dann das Beamtenversorgungsgesetz. Beamte sind im Fall einer Berufsunfähigkeit tendenziell besser abgesichert als Arbeitnehmer und Selbstständige der freien Wirtschaft.

Arbeitnehmer und Selbstständige erhalten eine Erwerbsminderungsrente aus der gesetzlichen
Rentenversicherung. Beamte hingegen beziehen in solch einem Fall ein Ruhegehalt im Rahmen der Beamtenversorgung.

Ruhegehalt bei Dienstunfähigkeit

Die Höhe des Ruhegehalts ist abhängig von den geleisteten Dienstjahren des Beamten. Je mehr Dienstjahre vorgewiesen werden können, desto höher fällt das Ruhegehalt aus.
Aus diesem Grund sollte vor allem der Beamte zu Beginn seiner Laufbahn Wert auf eine ausreichend bemessene Absicherung legen. Im Laufe der Jahre kann der Versicherungsschutz problemlos dem steigenden Ruhegehalt angepasst werden (Reduktion der privaten Dienstunfähigkeitsversicherung).
In den ersten fünf Jahren nach Dienstantritt besteht noch kein Anspruch auf ein Ruhegehalt. Somit ist die Dienstunfähigkeitsversicherung vor allem für junge Beamte von großer Bedeutung.
Nach 5 Jahren ist man über den Dienstherren mit mindestens 35 Prozent des bisherigen Gehalts abgesichert – die Mindestrente beträgt 1.400 € und die maximale Rente (ab 40 Dienstjahren) liegt derzeit bei 71,75 % des vorigen Gehalts.

Faustformel zur Ruhegehalts-Berechnung:

Zur Berechnung des Ruhegehalts werden folgende Variablen herangezogen: Die Anzahl der Berufsjahre und der Multiplikationsfaktor von 1,79375. Der genaue Betrag kann leicht abweichen, aber die folgende Faustformel kann als Näherungswert zu Grunde gelegt werden:

Anzahl der Dienstjahre Ruhegehalt von Beamten
0 bis 5 kein Ruhegehalt
6 bis 19 35 %
ab 20 ab 35,88 %
ab 30 ab 53,81 %
ab 40 ab 71,75 %

Unterschiede zwischen Berufs- und Dienstunfähigkeitsversicherung

Die Berufsunfähigkeitsversicherung leistet, sobald folgende Voraussetzungen erfüllt sind:
Der Arbeitnehmer ist über mindestens 6 Monate ununterbrochen nicht mehr im Stande seiner Tätigkeit zu mindestens 50 % nachzugehen. Ob die Voraussetzungen erfüllt sind oder nicht, wird von einem Arzt attestiert.
Im Gegensatz hierzu wird die Leistung durch die Dienstunfähigkeitsversicherung nicht durch einen Arzt, sondern durch den Dienstherren bestimmt. Sobald der Beamte über seinen Dienstherren die Dienstunfähigkeitsbescheinigung erhält, sind die Ruhegehaltsleistungen sowie die Leistungen der privaten Dienstunfähigkeitsversicherung fällig.

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Diensthaftpflichtversicherung für Lehrer

Unter Haftpflicht versteht man die Verpflichtung, einen Schaden ersetzen zu müssen, der jemand anderem zugefügt wurde. Dies ist im Bürgerlichen Gesetzbuch (BGB) geregelt.

Was bedeutet das?

Sie haften für Personen-, Sach- und Vermögensschäden, die Sie oder Ihre Familienmitglieder gegenüber Dritten verschuldet haben. Auf Grund der unbegrenzten Haftung können Sie ohne eine Privathaftpflichtversicherung dadurch in finanzielle Nöte geraten.

Besonderheiten beim Beamten

Beamte haften nicht nur im Privatbereich mit ihrem Vermögen, sondern auch bei der Ausübung ihres Amtes. Auch dies ist im BGB geregelt.
Daher benötigen Beamte eine besondere Form der Haftpflichtversicherung, nämlich die Diensthaftpflichtversicherung.

Lehrer benötigen eine Diensthaftpflichtversicherung

Die Möglichkeiten, einen Schaden in Ausübung der Tätigkeit zu verursachen, sind sehr vielfältig – vor allem für Lehrer. So kann beispielsweise die Aufsichtspflicht verletzt werden und in diesem Zusammenhang kommt ein Schüler zu Schaden.
Nicht nur der Geschädigte kann Schadensersatzansprüche geltend machen, sondern der Dienstherr kann einen Mitarbeiter in Regress nehmen, wenn dieser beispielsweise grob fahrlässig handelt und hierdurch Schäden entstehen. Auch in solch einem Regressfall haftet der Beamte mit seinem gesamten Vermögen.

Sicherlich sinnvoll: Absicherung des Dienstschlüssels

Wir empfehlen die Absicherung der Dienstschlüssel innerhalb der Haftpflichtversicherung, weil der Verlust der Schulschlüssel schnell zu einer kostspieligen Angelegenheit werden kann.

Haben Sie Fragen zu den verschiedenen Absicherungen?

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