Die Absicherung der Arbeitskraft für Beamte

Dienstunfähigkeitsversicherung

Bei der Berufsunfähigkeitsversicherung für Beamte handelt es sich um keine gewöhnliche Versicherungspolice. Für Staatsdiener gibt es im Vergleich zu Arbeitnehmern der Privatwirtschaft und Selbstständigen einige wichtige Unterschiede. Für Beamte ist die Absicherung über eine Dienstunfähigkeitsversicherung wichtig. Diese tritt ein, wenn Beamte auf Lebenszeit auf Grund ihres Gesundheitszustandes nicht mehr arbeiten können – in diesem Fall erhält der Beamte eine Dienstunfähigkeitsbescheinigung. Ob der Beamte ein Ruhegehalt erhält und wie hoch dieses ausfällt regelt dann das Beamtenversorgungsgesetz. Beamte sind im Fall einer Berufsunfähigkeit tendenziell besser abgesichert als Arbeitnehmer und Selbstständige der freien Wirtschaft.

Arbeitnehmer und Selbstständige erhalten eine Erwerbsminderungsrente aus der gesetzlichen Rentenversicherung. Beamte hingegen beziehen in solch einem Fall ein Ruhegehalt im Rahmen der Beamtenversorgung.

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Ruhegehalt bei Dienstunfähigkeit

Die Höhe des Ruhegehalts ist abhängig von den geleisteten Dienstjahren des Beamten. Je mehr Dienstjahre vorgewiesen werden können, desto höher fällt das Ruhegehalt aus.
Aus diesem Grund sollte vor allem der Beamte zu Beginn seiner Laufbahn Wert auf eine ausreichend bemessene Absicherung legen. Im Laufe der Jahre kann der Versicherungsschutz problemlos dem steigenden Ruhegehalt angepasst werden (Reduktion der privaten Dienstunfähigkeitsversicherung).
In den ersten fünf Jahren nach Dienstantritt besteht noch kein Anspruch auf ein Ruhegehalt. Somit ist die Dienstunfähigkeitsversicherung vor allem für junge Beamte von großer Bedeutung.
Nach 5 Jahren ist man über den Dienstherren mit mindestens 35 Prozent des bisherigen Gehalts abgesichert – die Mindestrente beträgt 1.400 € und die maximale Rente (ab 40 Dienstjahren) liegt derzeit bei 71,75 % des vorigen Gehalts.

Faustformel zur Ruhegehalts-berechnung

Zur Berechnung des Ruhegehalts werden folgende Variablen herangezogen: Die Anzahl der Berufsjahre und der Multiplikationsfaktor von 1,79375. Der genaue Betrag kann leicht abweichen, aber die folgende Faustformel kann als Näherungswert zu Grunde gelegt werden:

Ruhegehalt Beamte

Unterschiede zwischen Berufs- und Dienstunfähigkeits-versicherung

Die Berufsunfähigkeitsversicherung leistet, sobald folgende Voraussetzungen erfüllt sind:
Der Arbeitnehmer ist über mindestens 6 Monate ununterbrochen nicht mehr im Stande seiner Tätigkeit zu mindestens 50 % nachzugehen. Ob die Voraussetzungen erfüllt sind oder nicht, wird von einem Arzt attestiert.
Im Gegensatz hierzu wird die Leistung durch die Dienstunfähigkeitsversicherung nicht durch einen Arzt, sondern durch den Dienstherren bestimmt. Sobald der Beamte über seinen Dienstherren die Dienstunfähigkeitsbescheinigung erhält, sind die Ruhegehaltsleistungen sowie die Leistungen der privaten Dienstunfähigkeitsversicherung fällig.